...bis zum Schützenfest

An sechs Wochenenden, beginnend im Frühjahr eines jeden Jahres, treffen sich die Schützen am Samstag zwischen 14.00 und 18.00Uhr und am Sonntag zwischen 10.00 und 12.00Uhr, um am Medaillenschießen auf dem 50-Meter-Stand teilzunehmen. Hierzu muss an mindestens drei der insgesamt zwölf Schießtermine eine bestimmte Ringzahl geschossen werden. Dann gibt es entweder die Bronze-, Silber- oder Goldmedaille. Verliehen werden diese beim Eintrommeln, also den Sonntag vor dem Festwochenende im Juli.
Einige Schützen kommen auch zum Schießstand, um nach dem Schießen das gemütliche Beisammensein mit Kaltgetränken und dem einen oder anderen Würstchen vom Grill zu genießen. Hier die Altersgruppen und Ringzahlen im Überblick:

15 – 24 Jahre Nachwuchs-Klasse
90- 99 Ringe Bronzemedaille
100-109 Ringe Silbermedaille
110-120 Ringe Goldmedaille

25 – 49 Jahre Allgemeine Klasse
104-109 Ringe Bronzemedaille
110-113 Ringe Silbermedaille
114-120 Ringe Goldmedaille

50 – 59 Jahre Senioren-Klasse I
100-104 Ringe Bronzemedaille
105-109 Ringe Silbermedaille
110-120 Ringe Goldmedaille

ab 60 Jahre Senioren-Klasse II
81- 90 Ringe Bronzemedaille
91-100 Ringe Silbermedaille
101-120 Ringe Goldmedaille

Der Stichtag für die Altersklassen ist der 1. Mai des laufenden Jahres. Schützen, die bis zum 30. April 25, 50 oder 60 Jahre alt geworden sind, wechseln am 1. Mai in die nächste Altersklasse.

Beim Gruppenschießen finden sich mindestens drei, maximal jedoch fünf Schützen zusammen, die eine Gruppe bilden und gemeinsam um einen Teampokal kämpfen. Die besten aus der Vorrunde setzen sich durch und gehen weiter über die Halbfinalrunden bis ins Finale. Da es parallel zum Medaillenschießen stattfindet, wird auf den 50-Meter-Stand gezielt.

Beim Jackpotschießen wird wie gewohnt über eine Distanz von 50 Metern gezielt. Hierbei zählt jedoch nicht der beste Schuss. Um zu gewinnen ist die Zehntelwertung entscheidend. Eine 3,9 wird dementsprechend höher gewertet, als eine 8,2. Jeder Teilnehmer zahlt einen Schützentaler in den Jackpot ein. Der mit dem „besten Schuss hinter dem Komma" gewinnt den kompletten Jackpot und erhält zusätzlich 20 Schützentaler obendrauf als Geschenk der Schützengesellschaft. Dieser Wettbewerb geht über ein gesamtes Schießwochenende.

Beim Schießen auf die Ehrenscheibe hat jeder Teilnehmer nur einen Schuss, den er aus einer Entfernung von 80 Metern auf eine Holzscheibe abfeuert. Diese Scheibe ist mit einem Tierbild besetzt und wer am nächsten am gesetzten Punkt war, gewinnt die Ehrenscheibe. Dieser Wettbewerb findet zwei Mal in der Schießsaison statt. Der Sieger darf sich mit seinem Namen auf der Scheibe verewigen und wie bei allen seinen Vorgängern ziert die Trophäe den Innenraum der Schießanlage.

Nachdem die Kompanie Unterstadt den Stadtpokal zehn Mal in Folge gewonnen und ihn sich somit auf alle Zeiten gesichert hat, gibt es seit 2013 eine neue Trophäe. Die Stadt Neuenrade stiftet auch diese und sie wird am Festsamstag vom Bürgermeister Toni Wiesemann verliehen, nachdem sie Mittags um 12.30Uhr ausgeschossen wurde. Dazu lässt er beide Kompanien antreten. Die Schießergebnisse dieses Wettbewerbs bleiben bis zum Zeitpunkt der Pokalübergabe auf der Bühne geheim. Das Jahr über können beide Trophäen am Schießstand besichtigt werden.

Der Wettbewerb findet am Festwochenende statt und seine Namensgebung ist angelehnt an die Neuenrader Ziege, die im historischen Neuenrade eine wichtige Rolle im Stadtbild innehatte. Als Hauptpreis ist ein Fest für 20 Personen auf dem Schießstand zu gewinnen.

Hierzu müssen sich Mannschaften mit genau fünf Teilnehmern finden, die sich am Schießstand anmelden. Anschließend schießt jedes Team drei Wertungsdurchgänge, bei jedem Durchgang wird ein Handicap von der Schießkommission addiert. Dieses Handicap setzt sich aus den Schießergebnissen der letzten Jahre zusammen, was bedeutet, dass ungeübte Schützen mit weniger guten Ergebnissen deutlich höhere Chancen haben, die Feier zu gewinnen. Ein eventuelles Stechen wird am Sonntag um 10.30Uhr ausgetragen, damit nachmittags der Gewinner im Zelt verkündet werden kann.

Das Damenschießen, intern auch Ladykracher genannt, findet vor dem ersten Medaillenschießen statt und eröffnet damit inoffiziell die Schießsaison. Alle interessierten Frauen können hier in entspannter Atmosphäre das Schießen lernen, die Schießkommission steht gerne bereit und erklärt alle Einzelheiten. Nach dem die Gewehre bei Seite geräumt wurden, geht es an den geselligen Teil des Abends, hierzu gibt es sogar Cocktails.

Alle Schießwettbewerbe finden am Schießstand der Schützengesellschaft (Hinter der Stadt 28, 58809 Neuenrade) statt. Wann genau welcher Wettbewerb stattfindet, ist unter Service-Termine ersichtlich. Wir schießen immer mit Sportgewehren (Munition: 5,6mm) auf zwei unterschiedlichen Schießständen.

50-Meter-Stand: Hier stehen volldigitalisierte Anlagen mit einer Messtoleranz von einem fünfhundertstel Millimeter, diese Anlagen sind auch für den olympischen Betrieb zugelassen. Die Messungen erfolgen über Lichtschranken und daran gekoppelte Sensoren.

80-Meter-Stand: Hier wird manuell ausgewertet, in dem eine Person in der Deckung sitzt, eine neu bestückte Scheibe nach oben schiebt und die andere im Wechsel auswertet. Auch die Ergebnisanzeige geschieht analog, dieser Stand wird nur noch über Schützenfest und zum Ehrenscheibenschießen verwendet.

Die Schießkommission ist für den reibungslosen Ablauf des Schießbetriebes verantwortlich. Unter der Leitung von Rolf Gröning organisieren viele Köpfe von der Munition über die Getränkeversorgung bis hin zum Grillgut alles, was wichtig ist, um schöne Stunden auf unserem Schießstand „Hinter der Stadt" zu verbringen. In dem Team finden sich unter anderem auch Gruppenführer, Mitglieder der Fahnenabteilung und diverse Offiziere.